JUMI-ZELTLAGER-21

Von A wie Aschepartikel bis Z wie Zirkus

 

Am Freitag, den 30.07.2021 um 14:30 Uhr fiel nach einem Jahr Zwangspause endlich wieder der Startschuss für unser alljährliches Zeltlager. Der Zeltplatz wurde direkt zur Verweilverbotszone für Eltern und Erziehungsberechtigte erklärt und entwickelte sich für alle zuvor getesteten Kinder fortan zum Hotspot von Sport, Spiel und Spaß.

Nachdem die Zelteinteilung reibungslos vorgenommen und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer über unsere eigenen Regeln und Formeln (AHA – Formel -  Action, Hunger, Auszeit) informiert wurden, versicherten wir uns, dass nicht nur Nies- und Hust- sondern vor allem auch die Höflichkeitsetikette das Wochenende über bewahrt werden würde. Während alle Kinder die Coronaregeln in Perfektion beherrschten, mussten wir bei letzterer Etikette (Stichpunkt Wertschätzung und Dankbarkeit) dieses Jahr einigen unserer „Coronials“ doch oftmals auf die Sprünge helfen.

Das Spielen und Toben (vor allem die Wasserrutsche) am Freitagnachmittag machte natürlich auch hungrig. So verlangte ein kleiner Teilnehmer recht zeitig nach unserer „Speisekarte“ und selbstverständlich nach einem hilfsbereiten Betreuer, der ihm die Auswahl an Gerichten vorlesen würde. Traditionen muss man wahren und wir wissen nun alle – auch die Kleinsten – , dass das Braten von Hamburgern am ersten Zeltlagerabend unabdingbar ist.

Gestärkt und voller Mut machten sich alle Kinder in verschiedenen Gruppen nach Einbruch der Dunkelheit zur Nachtwanderung auf. Doch schon nach den ersten Metern zogen einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer Exit-Strategien in Erwägung. Wir wollen nicht zu viel verraten, aber diese Zirkusshow mit verrücken Clowns, Dompteuren und wildgewordenen Tieren wird uns wie jedes Jahr als die Gruseligste und Spektakulärste in Erinnerung bleiben. Am Zeltplatz angekommen ließen wir den Abend am Lagerfeuer mit Würstchen und Popcorn ausklingen – Aerosole haben wir wie gewohnt in den Nasen nicht wahrgenommen, dafür aber einige Aschepartikel in den Augen.

Der Samstagvormittag wurde wieder für Spiele und natürlich auch für unsere Bastelaktion genutzt. Dieses Jahr wurden viele bunte Armbänder gefädelt und mit Sand gefüllte Schleuderbälle gebastelt. Am zweiten Tag unseres Zeltlagers hatten wir dann nicht nur Besuch von der Zahnfee, sondern auch von unserer geliebten Eisflocke – in Rekordzeit gingen Eistüten für 60 Kinder und einige Betreuerinnen und Betreuer über die Theke. Sportliches Geschick bewiesen unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschließend bei den sechs verschiedenen Stationen unserer traditionellen Gaudiolympiade.

Die treuen Zeltlagergänger wussten genau, dass nun nach dem Abendessen das Highlight unseres Wochenendes bevorstehen würde und die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Haare wurden geflochten und gegelt, das letzte saubere T-Shirt übergeworfen und Neon-Tattoos auf alle sichtbaren Körperflächen aufgeklebt. So konnte unsere Neonparty starten und wir tanzten und sangen bis tief in die Nacht zu aktuellen und älteren Musikhits. Wer noch etwas Restenergie übrig hatte, verweilte noch am Lagerfeuer ehe – fast schon fremdgesteuert – todmüde ins Bett gewandelt wurde. Positiv überraschend war an diesem Abend die niedrige Fallzahl an Heimweh-Kindern, was uns natürlich sehr freute. Hier konnten wir tatsächlich im Vergleich zu den Vorjahren die Kurve niedrig halten.

Am Sonntag starteten wir – etwas später als am Samstag – mit einem Abschlussfrühstück in den Tag und die Abreisestimmung machte schnell die Runde. Noch bevor die Eltern um 10:30 Uhr zum Abholen eintrafen, waren bereits Koffer gepackt und einige Kinder für die Couch zuhause abflugbereit. So endete ein wunderschönes Zeltlager mit vielen glücklichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Obwohl das Coronavirus an unserem Jumi-Wochenende, wie dieser Bericht auch zeigt, präsent war, überwog jedoch bei Weitem die von vielen herbeigesehnte „Normalität“ – eben ein normales Leben mit dem Coronavirus im Hinterkopf –  definitiv Vorbildcharakter. Nicht zuletzt verdanken wir dieses „normale“ Wochenende allen Betreuerinnen und Betreuern, die mehr als systemrelevant zu verstehen sind … DANKE!