TSV 07 Grettstadt
Chronik
1907 Auszug aus der Vereinschronik: „Der Turnverein Grettstadt wurde durch bezirksamtliche Genehmigung am 1. Januar 1907 gegründet. Bei Gründung des Vereins zählte derselbe 34 Mitglieder“. 1. Vorstand wurde Christian Hellerich, Schriftwart Ludwig Nöth, Säckelwart Friedrich Schröder, Turnwart Kaspar Dresch, Zeugwart Michael Müller und Beisitzer Franz Müller. 1914 Durch den Beginn des ersten Weltkrieges kommt das bis dahin rege Vereinsleben zum Erliegen. Von den eingerückten Mitgliedern kehren 18 Mann nicht mehr in die Heimat zurück. 1919 Eine neue Vorstandschaft wird gewählt und ein regelmäßiger Sportbetrieb aufgenommen. 33 Mitglieder werden neu in den Verein aufgenommen und der Beitrag pro Jahr auf vier Mark festgesetzt. 1920 Eine erste Damenriege sowie eine so genannte Zöglingsabteilung zur Ausbildung von Werktags‑ und Sonntagsschülern werden gegründet. Bei Turnfesten auf dem Ebersberg und in Wonfurt werden mehrere 1. Preise gewonnen. 1921 Die Gründungsmitglieder erhalten die Ehrenmitgliedschaft. Die Aufführung von Theaterabenden wird von der Einwohnerschaft gut besucht. 1922 Der Turn‑ Gau Hassfurt überträgt dem Turnverein Grettstadt die Ausrichtung eines Gau‑ Turnfestes. Bei dieser Gelegenheit wird die für 8.000.‑ Mark erworbene Vereinsfahne eingeweiht. Patenverein wird der Turnverein 1906 Gochsheim. Berichtet wird von über 2000 Festbesuchern. Im Mitgliederverzeichnis sind bereits 114 männliche Mitglieder verzeichnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt damals für aktive Turner 20.‑ Mark und für passive Mitglieder 28.‑ Mark im Jahr. 1923 Inventarverzeichnis vom 1. Januar: 1 Barren, 1 Reck, 1 Pferd, 2 Hochsprungständer, 1 Bambus‑Stange für Hochsprung, 1 20‑ Pfund Kugel, 1 30‑ Pfund Stein. Im Zuge der Inflation wird der Halbjahresbeitrag für Aktive auf 50.Mark und für Passive auf 70.‑ Mark erhöht. Schon ab 1. Juli werden die Beiträge ‑ gültig bis 1.1.1924 – auf 250.000.‑ Mark für aktive und 500.000.‑ Mark für passive Mitglieder neu festgesetzt. 1924 Erst am 5. Januar werden, den damaligen Verhältnissen entsprechend, die Beiträge für die aktiven auf 10 Pfennig und für die passiven Mitglieder auf 15 Pfennig, zahlbar vierteljährlich, festgelegt. Erstmals wird eine Unfallversicherung genannt, die der Verein für 107 Mitglieder beim Bayerischen Turnerbund abschließt. 1925 Gründung der Fußballabteilung, damals noch als Leichtathletik‑Abteilung bezeichnet. Der Mitgliederstand beträgt am Jahresende 127 männliche Mitglieder; weibliche Mitglieder waren nicht verzeichnet, obwohl bereits eine Damenriege besteht. In den Jahren seit 1924 und später wandern viele Einwohner, darunter auch zahlreiche Turner, nach Amerika aus. 1926 Zur Stärkung der Vereinskasse wird zum ersten Mal ein Preiskegeln am 27.06 erwähnt. Außerdem, wie auch in den Vorjahren, die Aufführung von Theaterstücken. 1929 Es wird eine Faustballabteilung gegründet, jedoch bereitet der Kauf eines Faustballes finanzielle Probleme. 1930 Im Januar wird eine eigene Theaterabteilung gegründet und die Anschaffung einer Bühne vorgesehen. 1931 In Grettstadt kommt es zur Gründung eines neuen Vereins (DJK). Dies führt zu erheblichen Reibereien. Auf der Generalversammlung im Dezember wird der Zusammenschluss mit der DJK mit 58:5 Stimmen abgelehnt. 1932 Zum 25‑ jährigen Stiftungsfest im Juli erscheinen die Vereine TV Jahn Schweinfurt, TG 1848 Schweinfurt und TV Haßfurt. Die Turnbrüder aus Amerika senden eine Spende von 51 Dollar. Der Jahresbeitrag beträgt 3.‑ RM; statt einer Beitragserhöhung werden monatlich ‑,25 RM kassiert. Zu den Versammlungen werden erstmals Damen zugelassen. 1933 Am 7. Oktober wird erstmals eine NSDAP‑ Ortsgruppe erwähnt, die gleichzeitig in die Belange des Vereins eingreift. Die Vereinstätigkeit nimmt in den darauf folgenden Jahren ab. 1938 Der Sportplatz wird an seine heutige Stelle, die Alizwiese an der Sulzheimer Straße verlegt. Die Kriegsjahre 1939 - 1945 bringen ein völliges Erlöschen der Vereinstätigkeit. Von Ende 1946 bis etwa 1949 besteht eine Schach‑Abteilung. Dazwischen kommt es im Juni 1948 zur Währungsreform und die Reichsmark wird durch die DM abgelöst. 1949 Am 15.1. wird zum ersten Mal eine Tischtennisabteilung gegründet, die jedoch nach einem Jahr ihre Tätigkeit wieder einstellt. 1950 In der Generalversammlung am 6. Januar wird Max Straub zum 1. Vorstand gewählt, Hubert Dresch zum 2. Vorstand, Georg Zipfel zum Kassier und Ernst Heußner zum Schriftführer. Die Jugend soll wieder an das Geräteturnen herangeführt werden. 1951 Die Fußballabteilung unter Abteilungsleiter Richard Mayer wird selbständige Abteilung des Vereins mit eigener Kassenführung. Zu Werbezwecken führte man erstmals seit Jahren wieder ein Turnfest durch. 1952 Eine Schützenabteilung kommt am 6. Januar zur Gründung. Die 1. Fußballmannschaft wird C‑ Klasse‑ Meister und steigt in die B‑ Klasse auf. Die Reibereien im Verein kommen zum Ausbruch. In der außerordentlichen Generalversammlung am 12. Juli stellt der 1. Vorstand Max Straub sein Amt zur Verfügung. Hubert Dresch stellt den schriftlichen Antrag, die Fußballabteilung vom Turnverein zu trennen. Mit 44:41 Stimmen bei 5 ungültigen Stimmabgaben wird die Ausgliederung der Abteilung beschlossen. Die alte Vereinsbezeichnung „Turnverein 07 Grettstadt“, die bis zum Jahre 1946 bestand, wird wieder eingeführt, und es erfolgt nun wieder eine vorrangige Förderung des Turnsports. Im gleichen Jahr ist erstmals von einem Training der Korbballmädels die Rede. 1953 Hans Salomon erhält die Ernennung zum Oberturnwart. Der Turnverein und der Fußballclub teilen sich die Nutzung des Sportplatzes. Unser Vereinsabzeichen entsteht und eine Faustballabteilung wird ins Leben gerufen. 1954 Bildung eines Bauausschusses zum Zweck eines Turnhallenbaues und hierüber erste Verhandlungen mit dem BLSV, der gleichzeitig auch eine neue Vereinssatzung genehmigt. Der TV 07 fungiert bei der Fahnenweihe des Gesangvereins Grettstadt 1908 als „Zeugen‑ Verein“. Die Bezirksmeisterschaft im „Mannschafts‑ Geräte‑ Turnen“ findet am 13. September bei uns statt. 1955 Die beiden Vereine wechseln gegeneinander die Vereinslokale. Der TV 07 zieht zum damaligen Pächter Schnorr in das Lokal „Vier Jahreszeiten“ und der FC zur Brauerei Straub. Die Gemeindeverwaltung spricht sich gegen die Anträge des TV 07 (Turnhallenbau) und des FC (Sporthallenbau) aus. 1957 Am 5. Januar entscheiden sich die Mitglieder zur Gründung eines Spielmannszuges, der damit zum ersten im Gau Schweinfurt wird. In Gesprächen über den Zweckbau am Sportplatz mit der Gemeinde und dem FC gibt es kein Weiterkommen. Am 10. und 11. August finden, verbunden mit einem gauoffenen Turnfest, die Feierlichkeiten zum 50‑jährigen Vereinsjubiläum statt. 1958 Eine Holzbaracke wird als Gerätehalle angeschafft. 1959 Die 1. Korbballmannschaft wird Meister der B‑Gruppe. Kaspar Dresch erhält die Ernennung zum Ehrenvorstand. 1960 Erstmals findet das „Wasserpokal‑Turnier“ für Korbballerinnen statt. FT Schweinfurt schlägt Gerolzhofen im Endspiel. Der Spielmannszug wird ausgebaut. 1961 Vorstand Hans Salomon tritt aus Gesundheitsgründen zurück und Hans Haller nimmt seinen Platz ein. Erste Gespräche zur Wiedervereinigung der beiden Sportvereine werden aufgenommen. Der Knabenspielmannszug des TSV Schwarzenbek (nähe Hamburg) ist in Grettstadt zu Gast. 1962 In der Generalversammlung am 14. April findet nach 10‑jähriger Trennung der Zusammenschluss der beiden Grettstadter Sportvereine statt. Der neue Vereinsname wird: Turn‑ und Sportverein 1907 Grettstadt Fast 300 Mitglieder sind nun wieder in einem Verein zusammengeschlossen. Der Verein wird im Vereinsregister eingetragen. Von der Gemeinde wird das Sportgelände an der Sulzheimer Straße im Erbbaurecht auf 99 Jahre übernommen und der Turnhallenbau beschlossen. Eine neue Satzung wird vorgelegt und der Verein als „Gemeinnützig“ anerkannt. Erste Entwürfe für den Neubau können eingesehen werden. 1963 Nach einer Hauslistensammlung sind ca. DM 15.000.‑ Eigenkapital für das Bauvorhaben vorhanden und der Baubeginn wird auf 1964 festgesetzt. Oskar Dotzel übernimmt das Amt des Korbball‑Abteilungsleiters. Am 19. August wird der Erbbaurechts‑Vertrag beurkundet und die Bausumme mit DM 268.300.- veranschlagt. Der Spielmannszug besucht Goslar, Hamburg und Schwarzenbek und besteht aus 59 Mann. 1964 Die Tischtennisabteilung besteht seit 10 Jahren. Eine Ehrenordnung wird verfasst. Die Bauarbeiten beginnen nach Erhalt der Baugenehmigung, und der Grundstein wird am 28. Juni gelegt. Wasser‑ und Stromanschluss an das Ortsnetz erfolgen. Das Richtfest wird bereits am 14. November gefeiert, und am Jahresende steht der Rohbau unter Dach. Bis dahin werden 5.952 freiwillige Arbeitsstunden geleistet. 1965 7 Mitglieder werden mit der goldenen und weitere 6 Mitglieder mit der silbernen Vereinsnadel geehrt. Mit der Brauerei Wurm kommt der Bierlieferungsvertrag zum Abschluss. Für den Ausbau der Kegelbahn sind DM 30.727.‑ veranschlagt, jedoch im Moment nicht finanzierbar. Die Erlaubnis für den Wirtschaftsbetrieb wird erteilt. DM 224.876,14 zuzüglich Eigenleistungen von ca. DM 70.000.‑ werden bis zum Jahresende in den Neubau investiert. Darlehen über DM 96.000.-sind darin enthalten. 1966 Nach glücklichem Abschluss der wichtigsten Bauarbeiten erfolgt am 14. Mai die Turnhalleneinweihung. Die erste Elferratssitzung findet darin statt. Erster Vereinswirt wird Wolfgang Leubner. Der Spielmannszug hat in diesem Jahr 18 Einsätze und die 1. Fußballmannschaft steigt in die A‑Klasse Haßgau auf. Zum Jahresende sind ca. DM 345.000.‑ in die neue Sportanlage investiert. 1967 Zur ersten Generalversammlung im neuen Gebäude kommen 114 Mitglieder. Der Vereinsbeitrag beträgt nun 3 DM für Schüler, 6 DM für Jugendliche und 18 DM für Erwachsene. 7 Mitglieder erhalten die goldene und 19 Mitglieder die silberne Ehrennadel aus Anlass des 60‑ jährigen Vereinsjubiläums, das mit einem Gauturnfest verbunden wird. 22 Vereine mit 863 Teilnehmern erscheinen. 1968 Die Beiträge müssen auf 6 DM für Schüler, 12 DM für Jugendliche und 24 DM für Erwachsene angehoben werden. Im gleichen Jahr löst sich die Faustballabteilung auf. 1969 Anbau des Ölvorratslagers und Anbringung einer Spielfeldbeleuchtung. Beim Ehrenabend am 8. November werden 8 goldene und 14 silberne Vereinsnadeln überreicht. Der BLSV ehrt 13 Mitglieder. Hans Salomon tritt nach langen Jahren als Leiter des Spielmannszuges zurück. 1970 Verabschiedung von Herrn Pfarrer Göbel in der Turnhalle. Die 1. Fußballmannschaft steigt in die Bezirksliga Unterfranken auf. Der Kegelbahnbau muss nochmals zurückgestellt werden. 1971 Zum 25‑ jährigen Jubiläum unseres Patenvereins Stammheim wird ein Fahnenband überreicht. Die Gründung der Grettstadter Wasserelf mit eigener Garde erfolgt. Zum 100‑jährigen Jubiläum des Kriegervereins steht ein Festzelt auf dem Sportplatz. Bürgermeister Lenhard stellt die zusätzliche Anlage eines gemeindeeigenen Sportplatzes in Aussicht. 1972 Die Wirtschaftsführung wechselt wiederum mehrmals. Das Aushängeschild des Vereins, der Spielmannszug, stellt seine Tätigkeit ein. Bestehende Darlehen können bis auf 71.000 DM zurückgeführt werden und 23.000 DM wurden seit 1967 für Instandhaltung und Ausbau investiert. 1973 Hans Haller und weitere Vorstandsmitglieder treten am 6. Januar zurück. Erst am 10. Februar kann eine neue Vorstandschaft gewählt werden. Ein Kegelbahnausschuss tritt zusammen. Die Gaststätte wird vorübergehend von den Abteilungen weitergeführt. 1974 Trotz Eigenhilfe werden in 2 Jahren Ausgaben von 36.000 DM für Schadensausbesserungen und Instandhaltung nötig. Die 1. Tischtennismannschaft steigt in die Kreisliga auf. 1975 Der Bau der Kegelbahn wird beschlossen und erste Angebote werden eingeholt. Daraufhin erfolgt die Gründung der Kegelabteilung. Der Gaststättenraum und die Heizung werden auf moderne Verhältnisse umgebaut. Als größtes Fest in der Vereinsgeschichte kann wohl das 50‑ jährige Bestehen der Fußballabteilung mit gleichzeitiger Einweihung des Gemeindesportplatzes bezeichnet werden. Die steigenden Kosten für Heizung, Strom und Wasser, Versicherungen und Unterhalt des Gesamtkomplexes bereiten Sorge. 1977 Der Vereinsbeitrag muss auf 12 DM für Kinder, 24 DM für Jugendliche und 48 DM für Erwachsene angehoben werden. Das 70‑ jährige Vereinsjubiläum wird gefeiert. Hierzu wird der Vereinssportplatz für 30.000 DM hergerichtet. Mit dem Bau der Kegelbahn und dem Bühnenumbau geht es voran. 1978 Am 18. Februar erhält die Kegelbahn ihre Einweihung. Für den Bau werden 140.000 DM aufgewendet. Um den Ansprüchen einer Bundeskegelbahn zu genügen, muss der Kegelbahnraum verbreitert und zwei Umkleidekabinen für das Sportkegeln angebaut werden. Der Spielbetrieb mit einer Kegelmannschaft wird aufgenommen. Die 1. Fußballmannschaft steigt in die A‑Klasse ab. Im gleichen Jahr versterben unser Ehrenvorstand Georg Ebner und unser Sportfreund Oskar Dotzel, der 15 Jahre die Geschicke der Korbballabteilung leitete. Es wird eine Tennisabteilung gegründet. 1979 Zum neuen Ehrenvorstand wird Arthur Söllner gewählt. Der Trend beim Turnen wendet sich in Richtung Leichtathletik. Bau zweier Tennisplätze mit Nebengebäude. Am 8. Juli kann die Anlage ihrer Bestimmung übergeben werden. Zum 25‑ Jubiläum der Tischtennis‑ Abteilung wird ein Turnier für „Jedermann“ und die erste Gemeindemeisterschaft durchgeführt. Im Zuge des Ausbaues der B286 erhalten der Parkplatz und die Zufahrt zur Tennisanlage eine Asphaltierung. 1980 Anfang des Jahres zählt der Verein 600 Mitglieder. Für die neue Tennisanlage werden DM 195.000.‑ aufgewendet. Wie in den Vorjahren ergeben sich Schwierigkeiten mit der Bewirtschaftung der Gaststätte und die Abteilungen müssen wieder einspringen. Die Fußball E‑Jugend und die Keglermannschaft in der Kreisklasse B werden Meister. Die Korbballschülerinnen erreichen den Aufstieg in die Kreisklasse B. Der Werbeträger des Vereins, die 1. Fußballmannschaft steigt in die B‑Klasse ab. 1981 In der Generalversammlung vom 12. März kommt keine neue Vorstandschaft zustande, so dass erst in der außerordentlichen Generalversammlung vom 30. April nochmals Norbert Weber für weitere 2 Jahre das Amt des 1. Vorstandes übernimmt. In den beiden zurückliegenden Jahren konnte die Schuldenlast des Vereins um beachtliche DM 96.000 verringert werden. Die 2. Mannschaft der Kegler kommt in der Kreisklasse C zu Meisterehren. Als neue Sportart wird Volleyball eingeführt. 1982 Im 75. Jahr seines Bestehens hat unser Verein 600 Mitglieder. Für die Vorbereitungen der Festwoche anlässlich des Jubiläums wird ein Festausschuss gebildet und verschiedene Verschönerungs‑ u. Instandhaltungsarbeiten in Angriff genommen. 1983 An die Turnhalle wird angebaut. 1984 Das neue Korbballfeld wird mit einem Gottesdienst eingeweiht. Der Jugendraum wird renoviert. Mit Oberschwarzach wird ein Freundschaftssporttag (Kegeln, Korbball, Fußball, Tennis) durchgeführt. Die Mitgliederzahl steigt auf 693 Personen. 1985 Der TSV feiert das 60‑ jähriges Jubiläum der Fußballer. 1986 Der TSV hat inzwischen 720 Mitglieder und ist finanziell gesund. 1987 In der Mitgliederversammlung am 21.03.1987 wird Hans Haller für besondere Verdienste in seiner mehr als 30jährigen Vereinstätigkeit zum Ehrenvorstand gewählt. Ein Allwetterplatz, eine Pergola und eine Treppe werden errichtet. Der alte Kühlraum wird abgerissen, die Küche vergrößert und ein neuer Kühlraum erstellt. Insgesamt investiert der TSV DM 170.000 ohne Fremdmittel. Im Rahmen des 80‑ jährigen Bestehens wird eine Sportwoche abgehalten, bei der sich die einzelnen Abteilungen präsentieren. 1988 Der TSV gibt sich nach 26 Jahren in der Generalversammlung am 27.11.1988 einstimmig eine neue Satzung. Der Allwetterplatz wird eingeweiht und die Hausmeisterwohnung renoviert. In Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring findet eine Jugendfreizeit in Riedenberg/Rhön statt. Im Rahmen einer Ferienspaßaktion führt der Verein eine Gaudi- Olympiade durch. Die Mitgliederkartei wird auf EDV umgestellt. 1989 Ein Stuhllager (Fertiggarage) wird errichtet. Die Küche erhält eine neue Abluftanlage. Eine Kühl‑ und Kuchentheke für alle Abteilungen wird angeschafft. Neu im Sportangebot ist das Mutter‑ Kind‑ Turnen. 1990 Die Fußballer ‑ einst Aushängeschild des Vereins ‑ steigen endlich wieder in die B‑ Klasse auf. Es werden neue Dusch‑ und Umkleideräume gebaut. 1991 Erst in einer Ergänzungssitzung zur Jahreshauptversammlung wird ein erster Vorstand gefunden. Der Verein legt sich einen Schlepper zu. Der Südhang wird bepflanzt. 1992 Der Verein feiert mit einem dreitägigen Bierfest sein 85‑jähiges Bestehen. Die Turnhalle wird verputzt und der Jugendraum umgestaltet. 1993 Die Turnhalle erhält einen neuen Anstrich. Ein dritter Tennisplatzes wird gebaut. Die Errichtung eines Rasenersatzfeldes wird vorbereitet. Der Jugendraum wird renoviert und es wird eine faltbare Trennwand eingebaut. Die Garde wird Bayerischer Meister im Marschtanz bis 12 Personen. In den letzten 12 Jahren hat die Garde an zahlreichen Bayerischen, Deutschen und Europäischen Meisterschaften teilgenommen und dabei regelmäßig den Titel des Bayerischen Meisters in den verschiedenen Tanzdisziplinen gewonnen. 1994 Die Warmwasser‑ und die Heizungsanlage werden ausgetauscht, der Kühlraum umgebaut, die Kegelbahn renoviert und die Rasenfläche erweitert. 1995 Der Verein hat 940 Mitglieder. Die Fußballabteilung feiert ihr 70 jähriges Bestehen mit einem dreitägigen Fest mit Bierzeltbetrieb. Eine neue Theke für die Gaststätte wird angeschafft. 1996 Die Kegelabteilung renoviert mit viel Eigenleistung die Kegelbahn und die Tennisabteilung überholt die Tennishütte von Grund auf. 1997 Die Küche in der Gaststätte und das Treppenhaus werden renoviert. Es wird nach längerer Pause erstmals wieder ein Großgemeinde‑ Pokalturnier im Fußball durchgeführt. Der TSV feiert seinen 90. Geburtstag mit einem fränkischen Theaterabend und einer Sportwoche. Die Wirtschaftsküche wird umgebaut und der Sportplatz instand gesetzt. Auf dem Sportgelände findet eine Gelöbnisfeier der Bundeswehr statt. 1998 Die Fußballabteilung muss wegen Spielermangel ihre Reservemannschaft vom Spielbetrieb zurückziehen. Die Generalversammlung beschließt am 21.03.1998 mit überwältigender Mehrheit die Erweiterung der Sporthalle. Erstmals findet wegen mangelnden Interesses kein Kirchweihtanz statt. 1999 Erst in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, an der 129 stimmberechtigte Mitglieder teilnehmen, wird ein neuer geschäftsführender Vorstandschaft gefunden. Der „große Umbau“ beginnt mit der Errichtung der Hausmeisterwohnung. Die 1. Herrenmannschaft im Tischtennis steigt in die 3. Bezirksliga auf. 2000 Der TSV stellt ein Hausmeisterehepaar ein. Am zweiten Bauabschnitt „Keller des Rohbaus“ wird Richtfest gefeiert. Die Wohnung des Vereinswirtes wird renoviert. 2001 In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 05.07.2001 entscheidet sich die Versammlung einstimmig für die Aufhebung des ursprünglichen Beschlusses von 1998 und die Erweiterung der Turnhalle von jetzt 12 m x 24 m auf 22 m x 32 m. Die Tischtennisabteilung muss ihre 1. Herrenmannschaft wegen Spielermangel vom Spielbetrieb abmelden. Die Tennisabteilung erreicht mit 94 Mitgliedern ihren höchsten Mitgliederstand. 2002 Die Mitglieder unterstützen die Finanzierung der neuen Sporthalle mit zinslosen Darlehen in Höhe von ca. 40.000 Euro. Die Korbballabteilung schließt ihre Feierlichkeiten zum 50‑ jährigen Bestehen mit einem Ehrenabend im Oktober ab und feiert die Meisterschaft der Jugend 14 in der Bezirksliga. Die 1. Mannschaft der Kegelabteilung steigt in die Bezirksliga B auf. In der Toilette der Umkleideräume kommt es zu einem Brand, der zum Glück rechtzeitig gelöscht werden kann und so keinen größeren Schaden anrichtet. Eine Basketball‑ Freizeitgruppe bildet sich. 2003 Im Januar feiert die Faschingsvereinigung „Grettstadter Wasserelf“ ihr 33‑ jähriges Jubiläum. Ihr 25‑ jähriges Jubiläum feiern mit mehreren Veranstaltungen die Kegel‑ und die Tennisabteilung. Vom 02. bis 05. Oktober wird die neue Turnhalle mit einer Einweihungsfeier, einem Beatabend, einem Korbballspieltag und einem „Tag der offenen Tür“, an dem sich alle Abteilungen beteiligen, offiziell eingeweiht. Von den Mitgliedern werden weitere 20.000 Euro an zinslosen Darlehen für den Turnhallenbau bereitgestellt. 2004 Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein Jubiläum zu feiern, die Tischtennisabteilung feiert ihr 50- jähriges mit mehreren Turnieren und einem Ehrenabend. Die 1. Mannschaft der Korbballerfrauen steigt in die Landesliga auf. Das ist die zweithöchste Klasse, die es im Korbballsport gibt. Im Rahmen eines Manövers belegt die Bundeswehr für 2 Tage Turnhalle, Jugendraum und Umkleideräume. 2005 In der Turnhalle wird der Tischtennis‑ Bayernpokal ausgespielt und eine Fußball- Jugendleiter‑ Tagung mit 150 Teilnehmern findet statt. Am Tennishaus werden innen und außen Umbau‑ und Renovierungs‑Arbeiten vorgenommen. Erstmalig findet ein Altweiber- Fasching statt. 2006 Wegen der geringen Teilnahme in den letzten Jahren, findet kein Rosenmontagstanz statt. Eine Volleyballgruppe hat sich wieder zusammengefunden. In die 1999 begonnenen Baumaßnahmen mit dem Erweiterungsanbau inkl. Hausmeisterwohnung, dem Turnhallenumbau, dem Kellerausbau und den Außenanlagen wurden insgesamt 850.000 Euro investiert. 2007 Zum 100‑ jährigen Jubiläum hat unser Verein mit 961 Mitgliedern seinen bisher höchsten Mitgliederstand erreicht. Mehrere Teams kümmern sich um die Vorbereitung der im Jubiläumsjahr geplanten Veranstaltungen und um die Erstellung einer Festschrift. Die Vereinssatzung des TSV vom 27.11.1988 wird durch eine Änderungssatzung am 24.03.2007 einstimmig beschlossen. Viele Höhepunkte anlässlich des 100- jährigen Bestehens folgen: Jubiläumsveranstaltung mit Beteiligung aller Abteilungen und Sportgruppen, Dorffest mit Festumzug, Fußball- Großgemeindepokal. Dem TSV wird die „Sportplakette des Bundespräsidenten“ verliehen. 2008 Dusche im Neubau „Keller“ wird fertig gestellt. Die Pergola wird überdacht. Dusche im „Altbau“ wird vollständig entkernt und saniert. Errichtung einer Photovoltaikanlage vorläufige Investitionen € 124.000.00. Der Nordhang wird bepflanzt. 2009 Der Vereinsbeitrag wird nach mehr als 10 Jahren auf 24 € für Kinder, 36 € für Jugendliche und 54 € für Erwachsene angehoben. Wie sie aus diesem Auszug unserer Chronik ersehen können, hat sich der Turn- und Sportverein Grettstadt 1907 e.V. in den etwas mehr als 100 Jahren seines Bestehens mehrfach gründlich gewandelt. Aus dem Turnverein Grettstadt, der zuerst hauptsächlich Geräteturnen und Leichtathletik betrieb, ist im Laufe der Jahrzehnte ein moderner Verein entstanden, der den Einwohnern unserer Großgemeinde zeitgemäßen Breitensport anbieten kann. So finanzierte sich unser Verein von den Gründungsjahren an hauptsächlich aus regelmäßig abgehaltenen Theaterabenden, Verlosungen, Wald‑ und Turnfesten. Seit Inbetriebnahme unseres Vereinsheimes hat sich dies zeitgemäß auf Einnahmen aus dem Wirtschaftsbetrieb verlagert. Wir blicken mit Stolz auf unsere traditionsreiche Vereinsgeschichte zurück und danken allen unseren lebenden und verstorbenen Vereinsmitgliedern, die mit ihrer Arbeit, ihrem uneigennützigen Einsatz und ihrem Weitblick unserem Verein zur heutigen Blüte verholfen haben.